VoteBroker wird größer als Curation

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Vor einigen Tagen hatte @moecki unter einem meiner Beiträge einen interessanten Gedanken geäußert.

Sinngemäß ging es darum, dass Curation zwar wichtig ist, aber die eigentliche Stärke von Steem vielleicht gar nicht darin liegt, möglichst viele Rewards zu optimieren.

Sondern darin, gute Beiträge zu entdecken. Neue Autoren sichtbar zu machen. Communitys zu stärken. Und Aufmerksamkeit dorthin zu lenken, wo sie gerade entsteht.

Je länger ich darüber nachgedacht habe, desto mehr glaube ich, dass genau dort die eigentliche Zukunft von VoteBroker liegt.


Vom Vote-Manager zum Discovery-System

Als ich VoteBroker ursprünglich gebaut habe, stand eine relativ einfache Frage im Mittelpunkt:

Wie kann man bessere Curation-Entscheidungen treffen?

Wann sollte man voten? Welche Posts entwickeln sich besonders gut? Welche Signale sprechen für weiteres Wachstum?

Doch während wir immer mehr Daten sammeln, wird klar:

Die spannendste Frage lautet nicht: „Welcher Vote bringt die höchste Curation?“

Sondern:

Welche Beiträge verdienen Aufmerksamkeit, bevor sie offensichtlich werden?


Die neuen Opportunities

Genau deshalb gibt es jetzt die neue Ansicht „Top Opportunities“.

Statt einfach nur eine Liste von Autoren oder Communities anzuzeigen, durchsucht VoteBroker kontinuierlich neue Beiträge und bewertet deren aktuelle Attraktivität.

Dabei entsteht kein Black-Box-Score.

Jeder einzelne Punkt ist nachvollziehbar:

  • Pool – Wie groß ist der aktuelle Reward-Pool bereits?
  • Timing – Wie früh befinden wir uns noch im Curation-Fenster?
  • Signal-Wale – Sind bekannte Kuratoren bereits aktiv?
  • Discovery – Liegt der Autor außerhalb der bisherigen Strategie?
  • Autorhistorie – Gibt es bereits Erfahrungen mit diesem Autor?

Mit einem Klick auf den Score lässt sich die komplette Bewertung aufklappen.

Man sieht sofort:

  • Warum ein Beitrag oben steht.
  • Welche Faktoren dafür verantwortlich sind.
  • Wo Chancen liegen.

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Warum das für die Community wichtig ist

Das Interessante daran:

VoteBroker sucht nicht mehr nur nach den „sicheren Gewinnern“.

Das System beginnt aktiv nach Beiträgen zu suchen, die Aufmerksamkeit verdienen könnten.

Vielleicht ein neuer Autor.

Vielleicht eine Community, die gerade Momentum entwickelt.

Vielleicht ein Beitrag mit niedrigem Reward-Pool, aber ersten positiven Signalen.

Genau solche Inhalte gehen im Alltag oft unter.

Nicht weil sie schlecht sind.

Sondern weil niemand sie rechtzeitig entdeckt.

Wenn VoteBroker dabei helfen kann, solche Beiträge sichtbar zu machen, dann profitiert nicht nur der Kurator.

Dann profitiert die gesamte Community.


Der nächste Schritt: Wachstum verstehen

Aktuell bewertet VoteBroker die aktuelle Attraktivität eines Beitrags.

Doch langfristig interessiert uns etwas anderes:

Wie entsteht Wachstum auf Steem eigentlich?

Deshalb sammeln wir inzwischen für jeden Beitrag vollständige Entwicklungsketten:

  • Wann erscheinen erste Wale?
  • Wer folgt darauf?
  • Wie entwickelt sich der Reward-Pool?
  • Wann entsteht Momentum?
  • Wie sieht der finale Payout aus?

Unser Ziel ist es nicht nur zu erkennen, welche Beiträge heute attraktiv aussehen.

Wir möchten verstehen, welche Beiträge morgen wachsen werden.

Das ist ein völlig anderes Problem.

Und genau deshalb sammeln wir inzwischen zehntausende Datenpunkte im Shadow-Mode.


Die eigentliche Vision

Je mehr Daten zusammenkommen, desto mehr verschiebt sich mein Blick auf das Projekt.

VoteBroker ist immer weniger ein klassischer Voting-Assistent.

Und immer mehr ein System zur Analyse von Aufmerksamkeit, Wachstum und Community-Dynamiken auf Steem.

Curation bleibt wichtig.

Aber vielleicht ist die spannendere Frage:

Welche Autoren, Beiträge und Communitys würden wir ohne solche Werkzeuge niemals entdecken? Aktuell scannen wir die Strategien und Listen unserer User, aber auf lange Sicht wollen wir die gesamte Blockchain auswerten und gute Posts sichtbar machen!

Genau dort beginnt für mich die eigentliche Zukunft von VoteBroker.

Und genau deshalb fand ich den Kommentar von @moecki so wertvoll.

Denn manchmal hilft ein einzelner Kommentar dabei, die Richtung eines Projekts klarer zu sehen.